Geschichte geschrieben: Naomi Girma setzt neue Maßstäbe im Frauenfußball
Chelsea arrangierte den teuersten Transfer der Geschichte. Die 24-Jährige US-Amerikanerin wurde für 1,1 Mio. US-Dollar nach England geholt. Als Tochter äthiopischer Einwanderer verliebte sich Naomi Girma sowohl in den Fußball als auch in ihre Wurzeln.
Naomi Girma wurde am 14. Juni 2000 in San José, Kalifornien, als Tochter äthiopischer Einwanderer geboren. In der Trump-Ära hätte sie vielleicht keine Chance gehabt, den US-Pass zu bekommen.
Die Kalifornierin kommt von San Diego Wave FC, wo sie auf der Position des Innenverteidigers spielte. Ihre Familiensituation hat sie immer beeinflusst, wie die spanische Fachzeitung Artículo 14 schreibt.
Ihr Vater war auf der Flucht vor dem Bürgerkrieg in seinem Land in die USA gekommen und als er in Kalifornien eine Familie gründete, zögerte er nicht, eine Fußballmannschaft für äthiopische Kinder zu gründen. Dort machte Naomi und ihr Bruder Nathaniel ihre ersten Schritte im Fußball.
Im Alter von 15 Jahren unterzeichnete sie einen Vorvertrag bei der Stanford University, um ab 2018 für das Universitätsteam „The Cardinal“ zu spielen. Bereits in ihrem zweiten Jahr führte sie als Kapitänin das Team von Stanford zur College-Meisterschaft, berichtet web.de.
Girma besticht durch ihr bezaubernden Lächeln und ihre Fairness. Mit dem US-Nationalteam gewann Naomi Girma Olympiagold, die Nationaltrainerin lobt sie in höchsten Tönen, wie der SPIEGEL schreibt.
Auch Olympique Lyon soll sich am Wettbieten um Girma beteiligt haben, wie das ZDF berichtet. Nach dem Gold-Triumph im vergangenen Sommer in Paris adelte US-Nationaltrainerin Emma Hayes sie als "beste Abwehrspielerin, die ich jemals gesehen habe".
Die bisherige Rekordablöse lag bei etwa 860.000 Dollar, die der US-Klub Bay FC 2024 für die sambische Stürmerin Racheal Kundananji ausgab.
In der Bundesliga der Frauen wird die bislang höchste Ablösesumme auf 450.000 Euro geschätzt. Der FC Bayern soll sie vergangenes Jahr für Lena Oberdorf an den VfL Wolfsburg überwiesen haben, exakte Zahlen gibt es nicht, wie der SPIEGEL berichtet.
Girmas neuer Club gehört zu den besten. Die Frauen des FC Chelsea stehen auf Platz eins in Englands Women's Super League. In der Champions League sind sie mit 18 Punkten aus sechs Spielen noch vor Real Madrid Gruppenerster.
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